FinV - ein Netzwerk für Frauen

Neue Presse vom 29.02.2008

Der Start war furios: 50 Teilnehmerinnen machten das erste Treffen von „Frauen in Verantwortung“ (FinV) in der Havanna-Lounge zur perfekten Premiere. Karin Fourier, Geschäftsführerin der „Humanagement“-Unternehmensberatung, und die selbstständige Marketing-Expertin Dagmar Jansen hatten dazu eingeladen. Es gab anregende Gespräche und ein neugieriges Publikum im Alter von 20 bis 70 Jahren. „Wir haben den Zeitgeist getroffen“, glaubt Fourier.

FinV will Frauen aus allen Berufsgruppen und Lebensbereichen ansprechen: von der Bürgermeisterin bis zur OP-Schwester, der Geschäftsführerin im Ruhestand bis zur „Familienmanagerin“, die sich vor allem um den Haushalt kümmert. „Image und Hierarchie sind nicht wichtig, es ist ein Miteinander auf gleicher Augenhöhe. Wir suchen Frauen, die sich in Verantwortung fühlen – und ihre Potenziale nutzen wollen“, beschreibt Fourier die Zielgruppe. Ein „Netzwerk mit Sinn“ soll so entstehen. Ein Netzwerk, dessen Basis eine Wertekultur ist: „Verantwortung, Vertrauen, Toleranz“ – das ist dem Gründungsduo wichtig.

30 Frauen werden im April an einem Ideen-Workshop teilnehmen. Wir sind für alles offen“, so Jansen. Das oberste Prinzip: „Wir wollen etwas Sinnvolles machen.“

Und natürlich Kontakte knüpfen, sei es, um Jobs zu vermitteln, Aufträge zu bekommen oder Babysitter zu empfehlen. Drei Netzwerk-Treffen soll es im Jahr geben, die Tischordnung werde jeweils ausgelost, um den Austausch zu fördern. Das ideale Ergebnis? „Eigene Erfahrungen einbringen, Wissen zusammenführen“ – so wie es Jansen und Fourier praktizieren, seit sie sich bei einer Lesung kennen gelernt haben. „Wir sind zwei Wirbelwinde, die vor Ideen sprühen“, sagt die Marketing-Expertin.

Andere bräuchten jedoch einen Anstoß. „Viele Frauen stapeln tief und stellen ihr Licht unter den Scheffel“, weiß Jansen. „FinV will Selbstbewusstsein aufbauen.“